To put one’s head in the lion’s mouth

Das war nun leider eine lange, unerwünschte aber nicht ganz unvorhergesehene Pause – größtenteils weil ich seit fast drei Monaten keinen Computer habe (ich habe ihn meinem Freund geschenkt der ihn dringender benötigt) und dann auch weil ich mich nicht sehr gesund fühle. Ein neuer Computer ist aber nun bestellt und wird sehnsüchtig erwartet und in der nächsten Woche werde ich mich noch mal gründlich untersuchen lassen, ich hoffe also auf Besserung in allen Belangen. In der Zwischenzeit habe ich aber dennoch immer mal wieder Photos machen können wodurch ich nun einen kleinen aber feinen Backlog von Posts habe. Vor einigen Wochen waren wir in Brüssel und haben in einem hübschen Park bei Sonnenuntergang recht surrealistische Photos gemacht. Den Rock von Prada mit den komisch großen Knöpfen hatte ich tags zuvor in meiner Lieblings-Vintage Boutique in Brüssel gefunden und an diesem Wochenende auch meinen Harnisch im Gepäck. Die blauen Schuhe aus geflochtenem Leder hatte ich im Sommerschlussverkauf bei Kämpgen gefunden und damit völlig zufällig mein liebstes Outfit seit einiger Zeit zusammenkombiniert. Unter dem Blick der steinernen Löwen und bronzenen Brunnendamen sind wir dann durch die Alleen des Parks flaniert… à bientôt!

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

That was a rather long and unwanted break – mostly because I don’t have a computer right now (almost three months ago I gave it to my friend who needs it more urgently) and then also because I have not been feeling too well. I finally ordered a new computer and will have a full medical examination next week and am therefore quite optimistic that things will be better soon. In the meantime we still took pictures here and there so I now have a nice backlog of posts. A couple of  weeks ago we went to Brussels and took rather surrealistic photographs in a pretty park. I had found the Prada skirt with it’s comical buttons on the day before at my favorite vintage boutique in Brussels and had also packed my harness. I combined both with the blue leather shoes that I had bought during the summer sale at Kaempgen in Cologne and thus quite accidentally wore one of my favorite outfits of the last months. Under the eyes of the stone lions and bronze fountain ladies we ambled along the allées… à bientôt!

DSC05501 Kopie

DSC05488

DSC05474

DSC05491

DSC05510

DSC05536

DSC05542 Kopie

DSC05529

DSC05519

DSC05537

DSC05553

DSC05566

Baustelle // Construction site

Ich hatte vor ein paar Wochen schwarzen schweren Wollstoff gekauft und letzte Woche einen ganz klassischen Winterrock daraus genäht. Der Schnitt ist selbstentworfen – für den sehr weiten, leicht geschwungenen Bund habe ich zuerst auf Schneiderpapier Modelle gezeichnet und dann ein Probemodell aus Stoff an meiner Schneiderpuppe festgesteckt, verbessert und dann genäht. Die Probevariante warf hinten und vorne in der Taille Falten, ich hab dann im Internet und in meinen Nähbüchern nach einer Lösung gesucht und eine Anpassung für ein Hohlkreuz vorgenommen (wenn man nach Hohlkreuzanpassung oder Sway Back Adjustment sucht findet man verschiedene Anleitungen dafür). Es las sich erst mal kompliziert, war aber dann eigentlich einfach auf den Schnitt zu übertragen. Das zweite Modell saß noch nicht perfekt aber sah schon viel besser aus und ich habe richtig angenommen, dass das Gewicht des Rockes die noch verbleibenden Fältchen nach unten ziehen und damit unsichtbar machen würde. Was er auch tut, der fertige Rock mit den drei gerüschten Volants wiegt sehr viel und wird mir im Winter darum sicher gute Dienste leisten. Als nächstes muss ich mir noch beibringen wie man mit Korsettstäben näht, um diese Art von breitem Bund noch stabiler und perfekter hinzukriegen. Auch in Bezug auf das Innenfutter muss ich mir noch etwas überlegen. Den Bund habe ich natürlich verstärkt und dann auch gefüttert, für den Rockteil ist mir aber noch keine perfekte Lösung eingefallen die das Innere versteckt und aufhübscht ohne meterweise Futterstoff zu fressen. Der Saum ist immerhin mehr als 4 Meter lang… was mich veranlasste zum ersten Mal einen Rock nicht von Hand zu säumen sondern den “unsichtbarers Saum”-Stich meiner Nähmaschine auszuprobieren – bei diesem Stoff ein voller Erfolg und eine schöne Abkürzung für faule Mädchen… :-)

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

A few weeks ago I bought very heavy black wool and I recently made a very classic winter skirt with it. The pattern is self-drafted – first I made sketches of the high and slightly curved waist on tracing paper, then I cut them out and pinned them on my dress form, made a few corrections and finally sewed a muslin. The muslin revealed that there was too much fabric on the back so I consulted my sewing book and the internet and attempted to do a sway back adjustment. I am not sure if I made it right but worked really well – my second version was still not perfect but already much better and I figured that the very heavy body of the skirt would take care of the slight creases that were still visible. And I was right – the finished skirt with it’s three ruffles weighs a lot and will therefore be really useful in the upcoming winter. I’d like to learn how to add boning to a pattern like this next, it will help to further perfect and stabilize the waist. What I also need to figure out is how to line this skirt – I lined the waist but I am unsure what to do with the rest of the skirt, I would like to glam it up and hide the inside without using loads and loads of fabric. The seam is after all more than a 4 meters wide… which is also why I for the first time didn’t finish it by hand but used my sewing machine’s the blind seam stitch instead – it looks really great and I guess it will come in very handy in the future… :-)

DSC05732

DSC05737 Kopie

DSC05727

DSC05729

DSC05752 Kopie

DSC05734

DSC05736

DSC05760

Simplicity 6371

Letze Woche habe ich einen Schnitt genäht den ich eigentlich nur mal um Portokosten zu sparen bei Etsy mit einem anderen Schnitt mitbestellt hatte. Das Cover verhieß nicht viel, aber ich hatte Lust mal wieder eine Bluse zu nähen und dachte einen Versuch wäre es allemal wert. Es ist Simplicity 6371 aus den frühen 80ern und “Fuss Free Fit” steht auf der Packung – und oh, wie sehr das stimmt, ich bin so begeistert!  Ich habe Variante 5 des Schnittes genäht, mit einem Biesenbesatz auf dem Vorderteil und schwarzen Akzenten aus Satinband. Ich hatte im letzten Jahr in Köln auf dem Stoffmarkt fein geblümten Stoff gekauft und dachte bei der Kombination von Schnitt und Stoff an die von mir so sehr geliebten Jessica’s Gunnie’s Blüschen aus den 1970er Jahren. Der Aufsatz mit den Biesen sieht viel komplizierter zu nähen aus als er ist, es hat mir großen Spaß gemacht mal so kleinteilig zu arbeiten, wie eine Bastelarbeit. Kragen und Ärmel einzusetzen ging traumhaft leicht und die Bluse sitzt wie angegossen, ich bin mir sehr sicher dass ich diesen Schnitt mit all seinen Varianten noch viele Male nähen werde. Vielleicht auch mit selbstentworfenen Kragenvarianten, das wollte ich eh mal üben? Die Bluse habe ich heute mit einem Jessica’s Gunnies Rock aus den 70ern und einem Hut kombiniert und wir haben einen Spaziergang auf dem Brücke Mauspfad und bei schönem Spätsommerlicht Fotos gemacht…

Die fabelhafte Catherine von Sewing the 60s hat mich übrigens darauf aufmerksam gemacht das mich jemand bei der amerikanischen Burdastyle nominiert hat für eine Liste der “50 Best Bloggers for Sewing Enthusiasts” über die hier derzeit abgestimmt werden kann. Ich weiß nicht wer meinen Namen da genannt hat aber es ist auf jeden Fall sehr schmeichelhaft und macht mich wirklich stolz, vielen Dank also :-)

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

Last week I tried a pattern that I had just ordered to save shipping costs on Etsy when I ordered another pattern. The cover illustration looks not very interesting but I was in the mood for sewing a blouse and thought that I could just give it a try. It is Simplicity 6371 from the early 80’s and promises a “Fuss Free Fit” – and oh boy, is this true, I am so delighted! I used view 5 with a pin tucked yoke and black trim. I had bought the floral cotton fabric last year at a fabric market in Cologne and thought that this pattern and fabric combined would look like one of my beloved 1970s Jessica’s Gunnies blouses. The pin tucked yoke looks much more complicated to sew than it actually is and I enjoyed sewing it a lot, it was a bit like a crafting smaller objects or doll clothes. The insertion of the collar and sleeves was a dream and the blouse has such a nice and comfortable fit, I am sure that I will make this pattern again and again. Maybe I will try to make my own collar designs? Today I paired the blouse with an actual Jessica’s Gunnies skirt and a hat and we took some pictures of it this afternoon when we took a walk the outskirts of Cologne, the late summer light was so dreamy…

The fabulous Catherine of Sewing the 60s kindly let me know someone entered my blog in Burdastyle.com’s competition for the 50 Best Bloggers for Sewing Enthusiasts! (you can vote for up to 20 different bloggers here). I don’t know who entered my name there but I am so flattered about it and really happy, so thank’s a lot :-)

DSC05671 Kopie

DSC05659

DSC05682 Kopie

DSC05637

DSC05709 Kopie

DSC05691

DSC05702

DSC05676

DSC05643 Kopie

DSC05635

DSC05650

DSC05710