In the Green Wild

Vor etwa einem Jahr hatte ich ja meine Liebe für das Nähen wiederentdeckt und eine Bluse nach dem Retro 1950er Burda Schnitt Nr. 7255 genäht und kurz darauf aus lauter Begeisterung darüber noch eine weitere. Im Gegensatz zum ersten war ich aber mit meinen zweiten Versuch alles andere als glücklich – der günstige Synthetikstoff den ich genommen hatte war an einigen Stellen fehlerhaft und dadurch das er einiges an Stand hat sah die Bluse aus wie ein Blouson. Ich habe sie etwas irritiert im Schrank verschwinden lassen und erst vor einigen Wochen wiederentdeckt und dabei bemerkt, dass ich sie eigentlich doch gar nicht so schlimm finde. Mittlerweile würde ich sie besser nähen – der Brustabnäher sitzt etwas zu hoch, der Kragen ist nicht ganz perfekt eingesetzt und ich würde vermutlich einiges von der unnötigen Weite an der Taille und am Rücken entfernen (warum nur fallen alle Burdaschnitte die nicht für elastische Stoffe gemacht viel zu groß aus? – es bleibt mir ein Rätsel…). Davon abgesehen ist sie aber niedlich und für das wunderbare Frühlingswetter hier durchaus brauchbar. Heute sind wir durch die Vororte gefahren und haben an einem überraschend verwildertem Waldstück einen Spaziergang und ein paar Photos gemacht – Grün in Grün, oder, um es mit Julia Holter zu sagen, In The Green Wild!

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About a year ago I rediscovered sewing as a hobby and made a blouse after Burda’s retro 1950s  pattern Nr. 7255 and shortly after that another one because I was so enthusiastic about it. Unfortunately I was much less happy with my second version - the cheap polyester fabric that I used had small blemishes and made the blouse look like a blouson because of it’s drape. I hid it away in my closet and only found it again a few weeks ago – and noticed that it is not that bad at all. I would of course change a few things if I would make it again – the bust dart is a bit too high and the collar not perfectly set in, also I would take in some of the excess fabric at the waist and back (why all Burda patterns that are designed for fabrics without stretch are way to big is beyond me…). But apart from that the blouse is pretty cute and absolutely wearable in the nice spring weather that we have here. We took a ride through the suburbs today and made a few photographs in a surprisingly wild piece of wood – green in green, or, to put it with Julia Holter, In The Green Wild!

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Garderoben Konflikt // Wardrobe worries

Der April ist immer sehr arbeitsreich für mich und dieser war keine Ausnahme, deswegen war es hier in den letzten drei Wochen still – unbeabsichtigt aber nicht ganz unerwartet. Heute ist nun mein erster richtig freier Tag seit einiger Zeit und ich genieße ihn nach Kräften und arbeite weiter an meiner Sommergarderobe. An einem Abend vor einigen Wochen gab es dabei einen kleinen Rückschlag – das Ensemble das schon seit geraumer Zeit an meiner Schneiderpuppe hing funktionierte aus mehreren Gründen einfach nicht, auch wenn ich es mir lange eingestehen wollte. Ein schwieriger Stoff und ein nicht ganz gelungener selbstentworfener Schnitt, es war einfach nichts zu retten. Ich bin dann schlechtgelaunt zu meinen Kleiderschrank getigert und habe etwas destruktiv überlegt, was mich sonst noch so an meiner Garderobe stört. Der größte Quell der Unzufriedenheit ist leicht zu finden: nahezu alle meine Blusen sind an der Taille viel zu weit geschnitten, teils weil viele aus den 70ern oder 80ern sind und das der Mode entsprach, teils weil meine Taille einfach ziemlich schmal ist. An diesem Abend ist mir dann – ähem – eingefallen dass ich nähen und somit etwas an dieser Situation ändern kann… Ich habe zu dem Thema nach Anleitungen im Netz gesucht und es zum Schluss dann einfach mal an einer Vintage Bluse probiert wie es mir am logischsten schien. Da es schon dunkel war habe ich kein Vorher-Bild gemacht aber die schwarze Bluse die ich als Versuchsobjekt genommen habe war einigermaßen absurd geschnitten – sehr weit und sehr kurz. Ich weiß nicht mehr genau warum ich sie mir überhaupt gekauft hatte, vielleicht weil mir der Stoff gefiel? Ich habe die Ärmel herausgetrennt, an beiden Seiten gleichmäßig viel Stoff entfernt, den Armausschnitt angepasst und die Ärmel wieder eingesetzt – etwa eine Stunde Arbeit. Die Bluse war mit schon leicht abgewetztem Schmuckband verziert, das ich abgetrennt habe. Um diese Zeit herum hatte Debra Lynn Mejia einen netten Kommentar unter einem meiner Posts hinterlassen und als ich mir ihren Blog angesehen habe ist mir ein Bild eines Pyjamas mit weißer Paspel aufgefallen. Diese Art von Dekor wollte ich schon lange mal ausprobieren und habe also die Kanten entsprechend bestickt – et voilà, süße neue Bluse! Hier sind einige Bilder davon (und ein paar Handyschnappschüsse aus den letzen Wochen) – das einzige was nun noch stört sind die etwas kurzen Ärmel, eventuell kürze ich die auch noch?

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April usually means lots of work for me and this year is no exception, hence the silence here in the last three weeks – it was unintentional but not unexpected. Today is my first day off in a while and I am enjoying it a lot and am continuing to work on my summer wardrobe.  On an evening a few weeks ago that project received a setback – I finally had to acknowledge that the new costume that I had been working on for already quite some time was a complete fail. I had used a tricky fabric and the pattern that I had designed was not very good so it just did not work out. After admitting defeat I had a look at my wardrobe and thought slightly ill-tempered about other clothes that were annoying me. The worst offender in my wardrobe are clearly my blouses and tops, almost all of them are much too wide around the waist, partly because a lot of them are from the 70s or 80s when this was fashionable, partly because I have a quite small waist. And finally I had an idea – I am, after all, able to sew and alter clothes… I searched the web for tutorials and in the end decided to try to alter a vintage blouse. It was already dark so I did not make a before-picture but trust me, the blouse was kind of absurd – very short and very wide. I have forgotten why I bought it at all, maybe because of the fabric? I detached the sleeves, cut of a lot of excess fabric on the sides, changed the armhole and set the sleeves back in – all within roughly an hour. The blouse had a slightly worn black trim that I removed completely. Around this time Debra Lynn Mejia left a very nice comment on one of my posts and when I looked at her blog I noticed an image of pajamas with white piping. I always wanted to try this kind of trim and recreated it with embroidery – et voilà, a cute little new blouse! Below are a few pictures of it (together with a few snapshots from the last weeks), the sleeves are a bit short but apart from this I am very happy – maybe I should try to make them half-length next?

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Seide // Silk

Letzte Woche habe ich ein weiteres kleines Sommeroberteil genäht aus einem Stoff an den ich mich ganz lange nicht heran getraut habe – sehr schöne aber auch teure digital bedruckte Seide die ich vor einigen Monaten in Brüssel gekauft habe. Als Basisschnitt habe ich wie zuletzt auch schon einen sehr simplen Burdaschnitt verwendet, ihn aber stark abgewandelt – Brustabnäher hinzugefügt, die Ärmel weggelassen, das Shirt um einiges schmaler gemacht und am Rücken eine Öffnung gelassen. Die beiden Rückenteile werde durch Knopfpaare zusammengehalten die durch Ketten verbunden sind. Aus dem Rest des Stoffs habe ich ein Halstuch genäht das ebenfalls mit einem Knopfpaar zusammengehalten wird und sicher auch zu anderen Oberteilen gut aussehen wird. Weil hier auf einmal Sommerwetter herrscht haben sind wir heute ziellos mit dem Auto herumgefahren und haben dabei völlig zufällig Schloss Bensberg in Bergisch Gladbach einen Besuch abgestattet - eigentlich wollten wir Köln gar nicht verlassen aber hier im Rheinland sind ja die Städtegrenzen fliessend… das Jagdschlössschen aus dem frühen 18. Jahrhundert war aber hübsch anzusehen und der Blick auf Köln aus der Vogelperspektive überraschend. Angehabt habe ich heute auch etwas alberne kleine Lackschuhe die ich mir gestern gekauft habe – ganz passend für einen Schlossbesuch, wie ich finde (-:

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Last week I made another summer top of a very pretty digital print silk that I had bought in Brussels months ago – and I was quite afraid to ruin it as it had been rather expensive. Once again I used this very simple Burdastyle pattern but I changed it a lot – I added bust darts, omitted the sleeves, made the shirt a lot smaller and I also left the back open. The two back parts are held together with pairs of buttons that are connected with thin chains. Of the leftover fabric I sewed a scarf and used the same pair of buttons as a fastening, I am pretty sure that this will look nice together with other blouses too. As we have summer weather right now we drove around aimlessly today and quite accidentally visited the castle Bensberg in Bergisch Gladbach – in the rhineland most cities merge into each other and I was quite surprised that we had left Cologne and ended up where we were… but this early 18th hunting château was really pretty and we had a quite breathtaking view over Cologne so it was a pleasant surprise. I also wore slightly silly little patent-leather shoes that I had bought today – quite fitting for a trip to a castle (-:

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