Garderoben Konflikt // Wardrobe worries

Der April ist immer sehr arbeitsreich für mich und dieser war keine Ausnahme, deswegen war es hier in den letzten drei Wochen still – unbeabsichtigt aber nicht ganz unerwartet. Heute ist nun mein erster richtig freier Tag seit einiger Zeit und ich genieße ihn nach Kräften und arbeite weiter an meiner Sommergarderobe. An einem Abend vor einigen Wochen gab es dabei einen kleinen Rückschlag – das Ensemble das schon seit geraumer Zeit an meiner Schneiderpuppe hing funktionierte aus mehreren Gründen einfach nicht, auch wenn ich es mir lange eingestehen wollte. Ein schwieriger Stoff und ein nicht ganz gelungener selbstentworfener Schnitt, es war einfach nichts zu retten. Ich bin dann schlechtgelaunt zu meinen Kleiderschrank getigert und habe etwas destruktiv überlegt, was mich sonst noch so an meiner Garderobe stört. Der größte Quell der Unzufriedenheit ist leicht zu finden: nahezu alle meine Blusen sind an der Taille viel zu weit geschnitten, teils weil viele aus den 70ern oder 80ern sind und das der Mode entsprach, teils weil meine Taille einfach ziemlich schmal ist. An diesem Abend ist mir dann – ähem – eingefallen dass ich nähen und somit etwas an dieser Situation ändern kann… Ich habe zu dem Thema nach Anleitungen im Netz gesucht und es zum Schluss dann einfach mal an einer Vintage Bluse probiert wie es mir am logischsten schien. Da es schon dunkel war habe ich kein Vorher-Bild gemacht aber die schwarze Bluse die ich als Versuchsobjekt genommen habe war einigermaßen absurd geschnitten – sehr weit und sehr kurz. Ich weiß nicht mehr genau warum ich sie mir überhaupt gekauft hatte, vielleicht weil mir der Stoff gefiel? Ich habe die Ärmel herausgetrennt, an beiden Seiten gleichmäßig viel Stoff entfernt, den Armausschnitt angepasst und die Ärmel wieder eingesetzt – etwa eine Stunde Arbeit. Die Bluse war mit schon leicht abgewetztem Schmuckband verziert, das ich abgetrennt habe. Um diese Zeit herum hatte Debra Lynn Mejia einen netten Kommentar unter einem meiner Posts hinterlassen und als ich mir ihren Blog angesehen habe ist mir ein Bild eines Pyjamas mit weißer Paspel aufgefallen. Diese Art von Dekor wollte ich schon lange mal ausprobieren und habe also die Kanten entsprechend bestickt – et voilà, süße neue Bluse! Hier sind einige Bilder davon (und ein paar Handyschnappschüsse aus den letzen Wochen) – das einzige was nun noch stört sind die etwas kurzen Ärmel, eventuell kürze ich die auch noch?

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April usually means lots of work for me and this year is no exception, hence the silence here in the last three weeks – it was unintentional but not unexpected. Today is my first day off in a while and I am enjoying it a lot and am continuing to work on my summer wardrobe.  On an evening a few weeks ago that project received a setback – I finally had to acknowledge that the new costume that I had been working on for already quite some time was a complete fail. I had used a tricky fabric and the pattern that I had designed was not very good so it just did not work out. After admitting defeat I had a look at my wardrobe and thought slightly ill-tempered about other clothes that were annoying me. The worst offender in my wardrobe are clearly my blouses and tops, almost all of them are much too wide around the waist, partly because a lot of them are from the 70s or 80s when this was fashionable, partly because I have a quite small waist. And finally I had an idea – I am, after all, able to sew and alter clothes… I searched the web for tutorials and in the end decided to try to alter a vintage blouse. It was already dark so I did not make a before-picture but trust me, the blouse was kind of absurd – very short and very wide. I have forgotten why I bought it at all, maybe because of the fabric? I detached the sleeves, cut of a lot of excess fabric on the sides, changed the armhole and set the sleeves back in – all within roughly an hour. The blouse had a slightly worn black trim that I removed completely. Around this time Debra Lynn Mejia left a very nice comment on one of my posts and when I looked at her blog I noticed an image of pajamas with white piping. I always wanted to try this kind of trim and recreated it with embroidery – et voilà, a cute little new blouse! Below are a few pictures of it (together with a few snapshots from the last weeks), the sleeves are a bit short but apart from this I am very happy – maybe I should try to make them half-length next?

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9 thoughts on “Garderoben Konflikt // Wardrobe worries

  1. I know exactly how you feel! I actually have a pile one blouses next to my dresser that are “short and wide” that need to be altered!
    Hopefully I will get to it soon, yours looks fantastic!

  2. Mit der weißen durchbrochenen Paspel (wie hast du die eigentlich so hingekriegt?) hat die Bluse jetzt fast einen Country-/Cowboy-Look! Lustig :-) Sehr hübsch mit dem Rock und dem Gürtel!
    LG Bastelschaf

  3. Oh, die Bluse ist wirklich schön geworden! Die weissen Linien sehen richtig toll aus, sehr schöne Idee.
    Und diese weiten Schnitte sind auch der Grund, weshalb ich Blusen eigentlich nie im 2nd-Hand-Laden kaufe, weil sie mir vom Schnitt zu weit sind. Aber offenbar gibt es da ja Hoffnung (wenn ich nur nicht immer so faul wäre, was refashioning angeht, sowas braucht bei mir immer dreimal so lange wie was komplett selbstgenähtes^^).
    Schöne Kombi mit dem Gürtel und dann muss ich unbedingt noch anmerken, dass ich ganz neidisch auf dein kleines Sofa/Bänkchen hinter dir bin, sooo schön.
    Hab übrigens grad erst entdeckt, dass ich ja in deiner Bloglist stehe und mich tierisch gefreut, danke :-D (und wo ich grad darüber rede: der Link funktioniert nicht mehr, ist jetzt ohne /wordpress, einfach http://www.parvasedapta.ch).
    Liebe Grüsse, wünsche dir bald weniger stressige Zeiten und frohe Ostern!
    ette

    • Vielen Dank! Komplett selber genähtes mag ich auch gerne, aber ich hab mir jetzt trotzdem mal vorgenommen die meisten meiner Blusen zu überarbeiten, das hat mich doch jetzt lange genug genervt. Die Bank mag ich auch sehr gerne, sie ist zwar nicht sehr bequem aber dafür so hübsch. Danke für den Hinweis mit dem Link, hab’s gerade korrigiert. Liebe Grüße in die Schweiz!

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