Die große Mauer // The great wall

Ich habe mich in der zweiten Hälfte meines Sommerurlaubs (schon wieder vorbei und zu kurz!) nicht erholt sondern im Akkord genäht. Verbrauchen wollte ich vor allem Stoffe die ich schon lange habe, ich mag es eigentlich nicht, stapelweise Stoffe zu lagern. Als erstes fiel mir ein Stoff in die Hände den mein Freund mir im letzten Jahr in Paris ausgesucht und geschenkt hat, gebatikte Baumwolle aus Thailand die es bei Bonheur des Dames in einer kleinen aber feinen Auswahl gab. Der Schnitt ist selbstentworfen, inspiriert von einer Blusenknopfleiste aus einem Schneiderlehrbuch aus den 1950ern (hier zu finden, tollerweise gescannt von The Perfekt Nose). Ich dachte eigentlich dabei an ein elegantes 50er Design- herausgekommen ist dann ein etwas anderer Stil, auch wenn ich das nicht ganz in Worte fassen kann. Ich finde ihn aber toll! Die goldenen Knöpfe sind aus dem gleichen Pariser Laden und nach ihrer Anzahl richtet sich die Konstruktion der (Fake-)-Knopfleiste. Ich habe ausgerechnet wie sich die Knöpfe über die Länge des Rocks verteilen müssen und aus Schneiderpapier eine Vorlage zum Ausschneiden des zweiteiligen Rockvorderteils gefertigt – danach war eigentlich alles ziemlich einfach. Der Rock ist in schlichte Messerfalten gelegt und wird seitlich mit einem handeingesetzten Reißverschluss geschlossen. Der Stoff ist, wie jede Baumwolle, nicht ganz bügelfrei, legt sich aber beim Tragen aber in recht dekorative Falten. Die Photos haben wir an einer kilometerlangen Mauer im Kölner Stadtteil Rath-Heumar gemacht, die ein Schloss/Gestüt umschließt und an der wir viele Male vorbeigefahren sind, immer darüber rätselnd was sich wohl dahinter verbirgt. Heute habe ich es endlich mal nachgeschlagen und weiß nun dass die Mauer sogar einen Namen hat: Mülhens’ Mauer. Sehr entzückend fand ich außerdem, das jemand eine unscheinbaren Seitentür der Mauer mit Augen versehen hat und unter ebenjener Tür eine Schnecke hervorkroch während wir davorstanden – ich mag es so sehr wenn Dinge belebt, beseelt werden!

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In the second half of my vacation I sewed a lot instead of slacking off, mostly with fabrics that I already owned for a while, I dislike the idea of having a large stash at home. The first bit of fabric that caught my eye was a thai batik print that my friend bought for me last year at the Bonheur des Dames store in Paris. The pattern of my skirt is selfdrafted and was inspired by a blouse button border that I saw in a sewing book from the 50s (you can download it here, it was kindly scanned by The Perfect Nose!). I aimed for an elegant 50s design but got a somewhat different style instead, though I can’t quite describe it. But I like it a lot! The golden buttons are also a gift and from the same store, the design of the (fake)- button border is based on their number. I calculated how they should be placed on the fabric and made a pattern of the two front skirt pieces on paper – the rest was very easy. I made simple knife pleats and added a handpicked zipper on the left side. The fabric creases a bit as all cottons will but does it in a nice, kind of pretty way. We took these photos near a several kilometer long wall in a suburb in Cologne that encloses a manor house/stud, we had passed it many times before and always wondered what might hide behind it. I finally looked it up today and learned something about it’s history and that it even has a name. I was also very delighted when I noticed that someone had added eyes to a small side door of the wall and even more when we saw a snail that crawling towards us under said door – I like it so much when common objects get animated!

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12 thoughts on “Die große Mauer // The great wall

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  3. Love this skirt !! It’s an absolute beauty. I think that print reminds me to fall … those colors of fallen leaves and magical sunsets. The pattern design is sleek and elegant. So wonderful!

  4. I love the fabric for the skirt. The design make it look textured which I think it neat. It’s also a good feeling to be able to use things from the stash. :) I’ve been getting better about using fabric, button, etc that I already have.
    -Emily

  5. schon wieder so eine schöne näherei!
    die knopfleistenverarbeitung ist ganz schön raffiniert und sieht nach einem sack voll arbeit aus! muss ich aber trotzdem mal demnächst ausprobieren. der stoff ist wunderschön, ein tolles geschenk. der stil erinnert mich an meinen ganz persönlichen look im sommer 1988 – als ich meinen gewohnten schwarzen new wave look mit edel-ethno-stücken in erd/kupfer/messing/gewürztönen aufgemischt habe………
    :-)
    xxxx

    • Danke schön für den lieben Kommentar :-) Ja, die 80er, so ein tolles Modejahrzehnt! Komisch dass ausgerechnet die Mode aus dieser Zeit in Verruf gekommen ist, wo sie doch viel verrückter, stilvoller und mutiger ist als etwa die aus den 70ern oder 90ern. Liebe Grüße Richtung sächsische Schweiz!

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