Ostern // Easter

Ich sitze im Moment auf einem ganzen Stapel Photos aus den letzten Wochen und finde einfach nicht die Energie und Zeit die dazugehörigen Blogposts zu schreiben. Doof! Dabei habe ich wirklich viele schöne neue Dinge gemacht. Ich habe einige komplett neue Dinge genäht aber auch recht viel Zeit damit verbracht, Dinge die ich schon habe zu verbessern. Ich habe viele Vintage Blusen die nicht wirklich perfekt sitzen und die ich dementsprechend selten trage, was wirklich schade ist. Eine dieser Blusen ist diese japanische Secondhand Bluse die ich im letzten Jahr in Brüssel gekauft habe. Sie ist aus einem wunderschönen Stoff und hat tolle Details, Paspeln und Glasknöpfe, war aber deutlich zu groß (hier auf meinem Tumblr gibt es zwei “vorher” Bilder). Um das Problem zu lösen habe ich zunächst die Schulterpolster entfernt, aber sofort gesehen dass sie unbedingt dazu gehören und sie wieder angenäht. Da die Taille um viele Zentimeter zu weit war habe im nächsten Schritt an den Seitennähten zwei große Abnäher/Falten angebracht und diese etwa bis zur Hälfte geschlossen. Da das Muster des Stoffes ziemlich lebendig ist sieht man die Abnäher kaum, die Wirkung aber ist großartig – die Bluse ist tailliert und sitzt nun wunderbar. Als letzten Schritt habe ich die Ärmelmanschetten noch mit kleinen Abnähern versehen um sie etwas enger zu machen. Ich freue mich sehr über den Erfolg dieser kleinen Änderungen und auch darüber, die eigentliche Bluse mit meinen Eingriffen nicht verändert zu haben, ich fühle mich meist nicht sehr wohl dabei alte Kleidungsstücke in ihrer Grundstruktur zu verändern.

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I have a whole bunch of photos from the last weeks but somehow don’t have enough energy and time to write the corresponding blogposts right now. It’s annoying! Even more so since I have a lot of new things to show, I sewed a couple of new garments and made changes to existing ones. I own a couple of vintage blouses that don’t fit very well and that I therefore sadly don’t wear very often. One of those is a japanese vintage blouse that I bought in Brussels last year. It features the most beautiful fabric, piping and buttons but was quite a bit too large (here two before pictures). To solve this problem I first detached the massive shoulder pads but it quickly became clear that the blouse didn’t look right without them and so I sewed them back on. Since the waist was very large on me I decided to add wide darts/pleats on both side seams but left them half-open so that only the waist was taken in. The pattern is quite busy so these darts are barely visible but they make such a big difference! I also made the sleeve cuffs slightly smaller using the same method. I am super happy with the finished blouse and even more so since I did not make any substantial changes to the blouse, I don’t like to permanently alter vintage garments.

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Die Photos sind schon am letzten Wochenende bei einem Besuch des Klosters Michaelsberg in Siegburg entstanden. Es wird gerade umgebaut und war deswegen nur eingeschränkt zugänglich aber wir haben immerhin die Kirche besichtigen können und einen hübschen Blick auf Siegburg gehabt. In der Kirche selber lagen einige Bücher zum Mitnehmen aus, unter anderem ein hübscher Jugendstilband von 1909, den ich für einen 5er in den Opferstock eingesteckt habe. Später habe ich dann bei ZVAB gesehen dass das Buch das mindestens 20fache Wert ist – hoppla! Die Bluse habe ich mit einem selbstgenähtem Rock, einer vielfarbig schimmernden Strickjacke von Marie Sixtine und einem roten Seidentuch kombiniert. Letzteres ist ebenfalls ein wiederverwertetes Kleidungsstück – die Säume des Tuchs waren völlig kaputt, darum habe ich es neu zugeschnitten und von Hand einen neuen gerollten Saum genäht. Das hat mich fast einen Abend gekostet aber Stoff und Farbe fand ich so schön dass sich die Mühe auf jeden Fall gelohnt hat. Das eigentliche Osterwochenende habe ich ganz ruhig verbracht, einige Ausflüge gemacht und mich auf die kommenden, arbeitsreichen Wochen vorbereitet. Ich hoffe euer Ostern war ebenso schön!

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These pictures were taken on last weekend when I visited the Michaelsberg Abbey in the nearby town of Siegburg. There are some ongoing renovations so not all parts of the abbey are open to the public but I was able to visit the church and had a fantastic view of Siegburg. In the entryway of the church there was pile of old books that were free to take away and I picked up a wonderful art nouveau book from 1909 and put a 5 Euro bill in the offering box. Later that day I tried to find some further information on the book on the internet and found that it is worth at least 20 times as much – oops! I paired the blouse with a self-made skirt, an iridescent Marie Sixtine cardigan and a red silk scarf. The scarf is a re-fashioned garment as well, it’s hem was very frayed and so I cut the damaged parts off and made a new rolled hem by hand. It took me almost an evening to do this but it was absolutely worth it, I wear this scarf a lot. My easter weekend was very relaxed, I made a couple of trips and prepared myself for the coming, very busy weeks. Hope you had a great easter as well!

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7 thoughts on “Ostern // Easter

  1. Great outfit and photographs, I love the colours and whole atmosphere. I have a couple of blouses that would probably benefit from having some darts sewn in, I should give that a try sometime. For some strange reason I find it less challenging to sew a blouse from scratch than to alter an existing one!

  2. Die Mühe hat sich aber so was von gelohnt. Ich mag den bibliophilen Look sehr an dir. Und dachte schon: Respekt, hat sie doch ein Buch mit zum Fotoshooting genommen. Dabei war es ganz anders. Aber vor allem das Bild von dir mit Buch auf dem Mäuerchen, das ist so richtig zum mehrmals hingucken… LG mila

  3. grossartig gemacht! die bluse hat wirklich gewonnen!!
    überhaupt ist das ganze ensemble einfach nur zauberhaft! diese subtilen farben und muster!!!! und obendrauf dein wunderschönes gesicht! hach!!!!!!
    die türen, vor denen du stehst, sind aber auch nicht schlecht :-)
    und das buch! toller fund! musst auch kein schlechtes gewissen haben – sie hätten es ja nicht auf den grabbeltisch legen brauchen. wahrscheinlich wussten sie gar nicht was sie da für´n schatz hatten…..oder wussten´s nicht zu schätzen. und es trifft auch keinen armen.
    schönen frühling!!!! xxxxxxx

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