Décor

Nun fängt der Winter allmählich an – heute war es zum ersten Mal weniger als 10 Grad warm und unsere liebste Eisdiele hatte den letzten Tag dieser Saison geöffnet, beides wenig Grund zur Freude. Das schlechte Wetter hat allerdings auch einen Vorteil – ich bin endlich mal wieder dazu gekommen zu nähen und habe mir einen neuen Rock genäht. Den olive-grau farbenen Stoff hatte mir vor einigen Wochen meine 80-jährige Arbeitskollegin geschenkt und eigentlich war mir von Anfang an auch völlig klar wie der Rock aussehen soll. Der erste Entwurf war dann aber leider wenig geglückt: am Bund breite Falten die nicht recht elegant fallen wollten, dazu zwei spießige, mit Häkelborte besetze Taschen und zu allem Überfluss eine etwas eigenartige Länge. Ich habe alles noch mal aufgetrennt, den Stoff am Bund gekräuselt und eine Borte aus einem etwas eigenartigen, leicht durchsichtigem Stoff drangenäht. Das Ergebnis war dann schon besser aber immer noch nicht richtig, eine Bildersuche nach den Stichworten Rock, Steampunk und Lolita brachte dann aber die Lösung – Borten und Schleifchen! Ich mochte barockes Dekor schon immer, hatte aber bei meinen Nähprojekten über die Möglichkeit des maßloseren Verzierens seltsamerweise nie richtig nachgedacht und bin froh endlich darauf gekommen zu sein. Damit es in der Summe nicht zu süßlich wirkt habe ich den Rock heute in einem etwas zurückgenommenen Vintagelook getragen – mit einem Trachtenblazer den ich vor kurzem ganz entzückt aus den Tiefen meines Kleiderschranks gezogen haben, Lederhandschuhen und einem Seidenschal mit, nun ja,  Schleifchen (-:

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The cold season has finally arrived – it was less then 10 degrees celsius today and our favorite ice-cream parlor closed for this year, there’s little reason for me to be happy about this. There is only one advantage of this weather: I finally got around to sewing again in the last days and made a new skirt. I got the olive-grey coloured fabric from my 80 year old colleague at work and had a very clear idea what I would like to do with it, but the first version was pretty disappointing: the wide pleats that I had made draped not very well, the two large, lace covered pockets looked stuffy and the skirt had a strange length. I undid everything, gathered the fabric instead of pleating it and added a border of a somewhat strange, semi-transparent fabric to the hem. This was already much better but there was still something missing, I did a quick image search for the terms skirt, steampunk and lolita and found the solution – trims and bows! I have always adored baroque and abundant styles but strangely never thought about this concept in regard of my sewing projects and I am so happy that I finally did. I toned down the look a bit with some vintage items and wore it today with a traditional bavarian blazer (I already got it a few years ago and had almost forgotten about it), leather gloves and a vintage scarf with, well, bows (-:

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Musée D’Orsay

Als ich für meine Paris-Reise gepackt habe fielen mir all meine verrückten Kleider in die Hände die ich dann doch nur selten trage weil die Gelegenheit fehlt – so auch mein selbstgenähtes 50er Jahre Steampunk-Kleid. Was aber wäre passender für einen Besuch im Musée D’Orsay als ein viktorianisch inspiriertes Kleid! Der Tag war dann auch wunderschön, auch wenn wir vom Museum wieder nur einen Bruchteil gesehen haben. Durch die Impressionismus Abteilung sind wir beispielsweise zügig durchgelaufen um nur kurz verwirrt vor “Le déjeuner sur l’herbe” von Manet stehen zu bleiben – das hatten wir uns sowohl kleiner als auch irgendwie eindrucksvoller vorgestellt, wie sehr einen Reproduktionen von Gemälden in die Irre führen können.

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When I arranged my last trip to Paris I couldn’t help to pack all the more fancy dresses I own and that I don’t wear very often for want of opportunities – for example my self-made 50s steampunk dress. But is there a better occasion for wearing a victorian inspired dress than a visit at the Musée D’Orsay? I had a wonderful day there even though we didn’t see more than fraction of the collection. We passed through the impressionism section quickly for example, only stopping short in front of Manet’s “Le déjeuner sur l’herbe” – we had imagined it to be both smaller and also more impressive in a way, it’s strange how misleading reproductions of paintings can be.

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