Amsterdam

Meine kleine Reise nach Amsterdam fühlt sich an als läge sie bereits viele Wochen zurück, seltsam wie das manchmal passiert. Es war mein erster Besuch in der Stadt und ich war überwiegend alleine unterwegs weil meine Begleitung krank war und die meiste Zeit im Hotelbett verbringen musste. Ein Glück dass ich mittlerweile ein Handy mit Ortungsfunktion und einer guten Karten-App habe und mich auch an fremden Orten völlig sicher orientieren kann, vor ein paar Jahren hätte mich eine solche Reise einige Nerven gekostet. So aber bin ich einfach drauflos gelaufen und habe die Stadt zu Fuß erkundet ohne mich Sorgen zu müssen verloren zu gehen, eine wirklich schöne Art eine unbekannte Stadt zu erleben. Ich bin üblicherweise nicht besonders gut darin mich zu orientieren, aber Amsterdam mit seinen halbkreisförmig angelegten Grachten und der abwechslungsreichen Architektur hat es mir einfach gemacht mich zurechtzufinden. An jedem Tag hab ich außerdem wenigstens einen kleinen Ausflug mit meinem erkältetem Freund gemacht, wir haben gemeinsam ein paar Läden und zwei Museen besucht, eine sehr anrührende Francesca Woodman Ausstellung und eine hübsche Modenschau im Rijksmuseum mit noch nie zu vor gezeigten textilen Schätzen aus der Museumssammlung.

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Just a few short weeks ago I took a short trip in Amsterdam but it already feels as if this was ages ago, it is strange how this sometimes happens. It was my first visit to the city and I was mostly on my own, since my travel company was sick and had to spend most of the time in the hotel bed. It’s such a great thing that I own a mobile phone that tells me where exactly I am everytime I want to, only a couple of years ago such trip to an unknown city would have freaked me out. But thanks to my map app I was completely untroubled and just wandered in any direction that looked right without worrying that I might get lost, this is such a nice way to explore cities. I am usually not very good at finding my way but Amsterdam with it’s half-circular canals and varied architecture made it really easy for me, also. On each day me and my companion did at least one short trip together, we went to see a couple of shops and saw two exhibitions, a very touching Francesca Woodman show and a pretty  fashion exhibition at the Rijskmuseum that featured many previously never shown garments from the museum’s collection.

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In letzterer Ausstellung habe ich ganz passend etwas Selbstgemachtes getragen, den einzigen gestrickten Pullover dieses Jahres und einen mit Schleife gebundenen selbstgestrickten Schal aus dem letzten Jahr. Die Wolle für die Pullover hatte ich zu Weihnachten geschenkt bekommen, eine mehrfarbige, unterschiedlich dick gesponnene Wolle von Lana Grossa (aus der Magdalena Neuner Kollektion was mich als Biathlon-Fan durchaus freut :-). Ich war mir erst nicht sicher ob ich die Wolle nicht vielleicht zu öko finde, aber in Kombination mit dem kurzem und sehr einfachem Strickmodell gefällt sie mir wirklich gut. Ein netter Nebeneffekt der dicken Wolle war, dass ich den Pullover innerhalb von nur drei Abend fertig gestrickt habe, es ist schon schön nicht ewig lang an einem Kleidungsstück arbeiten zu müssen. Kombinieren wollte ich den Pullover eigentlich mit einem plissiertem Rock aus kamelfarbener Wolle der mir aber einige Probleme bereitet die ich noch nicht wirklich lösen konnte (hier eine kurze Beschreibung des Dilemmas auf Englisch). Ich hoffe mir fällt im nächsten Herbst etwas dazu ein, jetzt arbeite ich erst mal an meiner Frühlingsgarderobe :-) Die Photos sind im und vor dem Rijksmuseum aufgenommen, in noch sehr winterlich dramatischem Licht. Bald folgt mehr Sonne hier, versprochen!

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Quite fittingly I wore self-made clothes to said fashion exhibition, the only self-knitted sweater that I made this winter as well as a bow scarf that I made last year. I had gotten the wool that I used for the sweater as a christmas gift, it’s a pretty multicolored wool by Lana Grossa (it’s part of a collection that a very famous german biathlon athlete made, a fact that I quite like since I enjoy watching biathlon). At first I was a bit unsure if the wool felt very “me”, but I really like how it looks paired with this simple and short knitting pattern. Since the wool is quite chunky it also took me only three evenings to finish the sweater which is pretty cool. I had originally planned to pair the sweater with a pleated skirt of kamel-colored wool but hit on a problem while making it, I am not quite sure how I will solve the issue yet (here’s a description of my dilemma). I am sure that I will find a solution next fall, but right now I am working on my spring wardrobe :-) The pictures were taking in and in front of the Rijksmuseum, the sky was so wintry and dramatic… there will be more sunshine here soon, promised!

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Ufer // Riverside

Der Frühling macht hier im Moment immer mal Stippvisiten und hat uns vor kurzem einen Tag mit 19 Grad und Sonnenschein geschenkt. Wir sind natürlich Eis essen gegangen und haben davor einen Spaziergang am Rheinufer bei Sürth gemacht. Die Ufer sind noch immer teils überschwemmt und mit Treibgut übersäht und einige noch kahle Bäume stehen im Wasser. Wenn ich mir dazu noch Nebel denke sind Welten á la Myst oder Mind: Path to Thalamus nicht weit entfernt… Das schöne Wetter hatte ich zum Anlass genommen ein neues/altes Kleid auszuführen. Ich hatte es bei unserem letzten Besuch in Brüssel gefunden und fast nicht gekauft weil wir es eilig hatten und ich schon einige andere Sachen ausgesucht hatte. Den schönen bestickten und leicht durchsichtigen Stoff konnte ich dann aber doch nicht liegen lassen und bin nun sehr froh darüber. Als ich mir da Kleid zu Hause näher angeguckt habe bemerkte ich dass es nicht industriell gefertigt wurde, viele Dinge sind handgenäht und es wurde keine Overlock zum Versäubern der Nähte verwendet sondern ein einfacher Zickzackstich. Ich frage mich ob es von einer professionellen Schneiderin oder einer Hobbyschneiderin gemacht wurde? Und von wann es wohl ist? Die Taille sitzt tiefer als ich es gewohnt bin, ich mag aber diese etwas andere Silhouette sehr gern. Außerdem passt es ausgezeichnet zu vielen Dingen in meinem Kleiderschrank, nicht zuletzt auch zu meinem weißen, selbstgestrickten Pullover. In Sürth ist uns auf unserem Spaziergang noch eine kleine, sehr freundlich Katze begegnet, die sich von uns eine ganze Weile bestaunen und streicheln ließ. Und die erste Biene des Jahres habe ich auch gesehen! Hoffentlich kommen bald mehr solcher Tage…

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Spring made some short appearances here in the last weeks and delighted us with as particularly sunny and warm day a few days ago. Naturally we went to the ice cream parlor and took a walk along the riverside beforehand. The banks are still partly under water and full of flotsam, and a couple of leafless tress were flooded. Just add some fog to this scenery and it looks like the worlds of Myst or Mind: Path to Thalamus…  Because of the very fine weather I decided to wear a new/old dress for the first time that I had recently bought in Brussels. We were in a hurry then and I already had found some things so I almost didn’t buy it but I am so happy that I did in the end! When I looked at it closer at home I noticed that it wasn’t industrially made, many details are handsewn and the seams were not serged but finished with a zig-zag stitch. I wonder if it was made by a professional or a hobby seamstress? And I am not sure how to date it? The waist is lower than I am used to but I really like its shape a lot. And it looks great paired with a lot of things that I already own, for example with my newly knitted white sweater. On our walk we met a very friendly black cat that allowed us to pet her for quite a while. I also saw the first bee of this year! I really hope that more days like this will come soon…

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